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Juni 2002 l Südfrankreich |
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Orange |
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Weitere Orte dieser Reise |
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Der Augustusbogen von Orange |
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Die Stadt Orange liegt am Fluss Eygues, der wenige Kilometer danach in die Rhone mündet. Der historische Name der Stadt lautete Arausio nach einem lokalen ligurisch-keltischen Wassergott. Bekannt ist die Stadt für eine
Reihe römischer Bauwerke, insbesondere für das beeindruckende Theater
und den „Stadtgründungsbogen“, deren Bau unmittelbar vor oder während
der Herrschaft von Kaiser Augustus begonnen wurde. |
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Das dreibögige römische
Monumentaltor steht an der Straße nach Lyon. Mit seiner Länge von 19 Metern, einer Höhe von 18 Metern und acht Metern Breite gilt es als eines der größten und besterhaltenen seiner Zeit.
Es wurde wahrscheinlich zwischen 10 und 20 n. Chr. errichtet und im Jahr 26/27 n. Chr. mit Inschriften versehen. |
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Der Bogen von Orange war dem
nördlichen Stadteingang in das antike Arausio vorgelagert und lag etwa
110 Meter außerhalb der Stadt. |
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| Der | |||||
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In der Innenstadt von Orange
steht das Römische Theater aus dem 1. Jahrhundert n. Chr., das neben dem
Theater von Aspendos in der Türkei und dem in Bosra in Syrien für eines
der besterhaltenen der Welt gehalten wird. |
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Mit dem Niedergang des römischen Reiches teilte der Bau das Schicksal vieler anderer antiker Stätten und wurde als Steinbruch behandelt. Während des Mittelalters und bis weit in die Neuzeit hinein bildeten viele im Areal des einstigen Theaters erbaute Häuser ein reguläres Wohnviertel der Stadt. Während der Französischen Revolution dienten Teile des Theaters als Gefängnis, in dem die Feinde der Revolution unter unwürdigen Bedingungen festgehalten wurden. |
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Nachbildung der Statue des Augustus in der Szenenwand |
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Bruchstücke der 3,55 m hohen Kaiserstatue des Augustus wurden restauriert – eine Nachbildung dieses Originals ziert die heutige Szenenwand von 103 m Länge und 38 m Höhe. Im Westen des Theaters steht die Ruine eines Tempels, der offenbar dem vergöttlichten Augustus geweiht war. |
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Das Foto, das die komplette Szenenwand zeigt(e) ist - warum auch immer - leider nichts geworden. :-( |
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| Ausgrabungen neben dem Theater | |||||
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| Im Leben der Einwohner spielte das Theater eine große Rolle.
Die römischen Machthaber sahen in ihm nicht nur ein Werkzeug, das half, die römische Kultur in den Kolonien zu verbreiten, sondern auch ein Mittel,
um die Bevölkerung von politischen Aktivitäten abzulenken. Pantomime und Dichterlesungen, meist den ganzen Tag andauernd, waren die vorherrschenden Formen der Unterhaltung. Für die Zuschauer, die sich von aufwändigen Effekten begeistern ließen, wurden prunkvolle Bühnenbilder gebaut. Die Spiele waren offen für alle und kostenlos. Als das römische Reich im 4. Jahrhundert auseinanderbröckelte und sich das Christentum ausbreitete, wurde das Theater 391 n. Chr. durch offiziellen Erlass von der Kirche geschlossen. Es wurde komplett verlassen und geplündert. Während des Mittelalters war es ein Verteidigungsposten. Im 16. Jahrhundert, zur Zeit der Religionskriege wurde es von den Stadtbewohnern als Zufluchtsort genutzt. Ludwig XIV. bezeichnete die Bühnenfassade bei einem Besuch als die schönste Mauer seines Königreichs („C'est la plus belle muraille de mon royaume“). Während der Französischen Revolution diente es als Gefängnis, wo Gegner der Revolution unter unwürdigen Verhältnissen gefangen waren. 1824 begannen umfangreiche Renovierungsarbeiten unter der Leitung des Architekten Auguste Caristie. Seit 1869 finden im "antiken" Theater wieder regelmäßig Aufführungen und Konzerte statt, darunter zum Beispiel das Opernfestival Chorégies d'Orange. Es wird angenommen, dass das Theater während der römischen Zeit ca. 10.000 Plätze hatte. Heute finden 7.000 Personen Platz. Nur die ersten drei der ursprünglichen Sitzreihen sind erhalten geblieben. Im Jahr 1981 wurde es zusammen mit dem Bogen von Orange von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. |
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Blick vom Theater auf die Altstadt |
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| Das Theater von der Seite | |||||
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copyright 2017 by Achim Pisternick |
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