Juni 2002 l Südfrankreich

 
 

Pont du Gard

     

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  (z.T. in Vorbereitung)

 
 
 
 

Der Pont du Gard

 
 

 

 
 

Der Pont du Gard ist ein römischer Aquädukt in der Nähe von Nîmes.
Die Brücke ist von beeindruckender Höhe und beinhaltet einen der am besten erhaltenen Wasserkanäle aus der Römerzeit in Frankreich. Er zählt zu den wichtigsten erhalten gebliebenen Brückenbauwerken der antiken römischen Welt und ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Südfrankreichs.

 
 

 

 
 

 
 

 

 
   
     
 

Lange Zeit glaubte man, der Aquädukt sei um das Jahr 19 v. Chr. erbaut worden. Neuere Ausgrabungen deuten allerdings auf eine Entstehung in der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. hin.
Die Brücke wurde gebaut, um das Tal des Flusses Gardon (der in römischer Zeit Vardo fluvius hieß) zu überwinden. Etwa 20.000 Kubikmeter Wasser flossen nach der Fertigstellung täglich über den Aquädukt nach Nemausus (heute Nîmes, das zu der Zeit etwa 20.000 Einwohner hatte. Demnach stand theoretisch täglich jedem Einwohner ein Kubikmeter Wasser zur Verfügung.

 
     
   
 

 

 
   
     
   
     
 

Der Pont du Gard war Teil einer fast 50 km langen Wasserleitung, mit der Wasser von den Quellen nahe Ucetia (Uzès) zur römischen Stadt Nemausus (Nîmes) transportiert wurde.Die Brücke ist 49 m hoch und umfasst drei Etagen:
Untere Ebene: 142 m lang, 6 m breit, 22 m hoch
Mittlere Ebene: 242 m lang, 4 m breit, 20 m hoch
Obere Ebene: 275 m lang, 3 m breit, 7 m hoch
Auf der oberen Ebene verläuft die rechteckige Rinne der Wasserleitung, die 1,80 m hoch und 1,20 m breit ist und ein Gefälle von 0,4 Prozent aufweist.

 
     
   
     
 

 
 

 

 
 

Etwa zwei Drittel der Wasserleitung verliefen indes nicht überirdisch, sondern mussten in den Fels gehauen werden. Der gesamte Aquädukt besaß ein durchschnittliches Gefälle von 24 cm/km. Auf welche Weise die damaligen Baumeister eine derart exakte Berechnung angestellt haben, ist bis heute ungeklärt.
Die Wasserleitung nach Nemausus hat keinen geradlinigen Verlauf, die Luftlinie zwischen Quelle und Ziel beträgt zwar nur 20 km, aber dazwischen befinden sich verschiedene Gebirgsformationen. Man musste daher große Umwege machen und kam so auf eine Gesamtlänge von 50 km. Trotzdem ist der Gesamthöhenunterschied auf diesen 50 km nicht höher als 12 m, und das, obwohl man beim Bau auch noch auf die besonderen baulichen Erfordernisse der einzelnen Teilstrecken Rücksicht nehmen musste.

 
     
   
     
  An dem Bauwerk arbeiteten etwa 1000 Mann drei Jahre lang. Ihnen standen Meißel, Schlägel, Winkel, Wasserwaage, Schaufel, Baukräne mit Flaschenzügen als Werkzeuge und Hilfsmittel zur Verfügung. Die Baukräne wurden von Männern angetrieben, die in einer Tretmühle liefen.  
     
     
     
 

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